24. April 2013 -Funkausbildung/ Löschangriff

Die Übungsthemen des heutigen Mittwoches lauteten Funkausbildung und Löschangriff. Nach dem Antreten teilten uns unsere Ausbilder in zwei Gruppen auf. Die jüngeren und neueren Jugendfeuerwehrler wurden der Gruppe Löschangriff zugeteilt. Für die älteren Jugendfeuerwehrler stand das Thema Funkausbildung an.

In der Löschangriff Gruppe wurde das neuerlernte Wissen von den letzten Übungsabenden erstmals in mehreren Übungen umgesetzt. Hierbei wurden die Trupps nach der aktuellen Feuerwehrdienstvorschrift besetzt, wie wir sie auch in der Theorie recht einfach erklärt bekommen haben. So stellte der Wasserstrupp den Wasserzugang her. Dabei mussten ein Unterflurhydrant aufgebaut werden und ein B-Feuerwehrschlauch ausgerollt. Die zwei Kupplungen wurden dann an den Hydrant und an das Fahrzeug angekuppelt. Jetzt ist der Wasserzugang hergestellt. Für den Abgang des Wassers musste durch den Angriffstrupp ein Verteiler gesetzt werden. Der Schlauchtrupp holte in dieser Zeit einen Schlauchtragekorb aus dem Fahrzeug. Im Schlauchtragekorb befinden sich zwei bis drei Feuerwehrschläuche. Einer dieser Schläuche wurde vom Schlauchtrupp an das Hohlstrahlrohr des Angriffstrupps gekuppelt und mit dem Verteiler verbunden. Nachdem überall das Wasser auf den Leitungen war, konnte der Angriffstrupp den „brennenden“ PKW löschen.

Für die Funkausbildungsgruppe wurden wir nochmals in drei Untergruppen, bestehend aus zwei bis drei Jugendlichen aufgeteilt. Zu aller erst wurde nach dem Unterschied eines 2 Meter Funkgerätes und eines 4 Meter Funkgerätes gefragt. Wir konnten die Frage auch gleich richtig beantworten, dass das 4 Meter Funkgerät ein festeingebautes Funkgerät ist wie auf den Feuerwehrfahrzeugen oder in der Zentrale. Auf diesen Funkgeräten werden ein Funkruf mit Florian und der Ortsname der jeweiligen Feuerwehr begonnen. Das 2 Meter Funkgerät ist ein Handsprechfunkgerät und wird im Einsatz von allen Führungspositionen verwendet. Bei den 2 Meter Funkgeräten wird der Funkruf mit Florentine und dem Ortsnamen der anzusprechenden Feuerwehr begonnen. Jede Kleingruppe bekamen ein 2 Meter Funkgerät und ein Fahrzeugname zugeteilt. Zur Auswahl standen das Hilfeleistungslöschfahrzeug mit dem Funkrufnamen für Handsprechfunkgeräte Florentine Asperg 44-1. Die Zahl 44 bedeutet die Art des Fahrzeuges, in diesem Fall ein Fahrzeug aus der Löschgruppenfahrzeugreihe. Die 1 steht dafür, dass es in dieser Feuerwehr mehr wie eines dieser Fahrzeuge aus der Fahrzeugreihe gibt. Das zweite Fahrzeug ist das Löschgruppenfahrzeug mit dem Funkrufnamen Florentine Asperg 44-2. Hier steht die 2 für das zweite Fahrzeug der Fahrzeugreihe. Das dritte Fahrzeug war der Mannschaftstransportwagen mit dem Funkrufnamen Florentine Asperg 19-1. Zur Fahrzeugauslosung wurde ein kleines Ratespiel gespielt. Unsere Ausbilder fragten uns nach dem Funkrufnamen des Hilfeleistungslöschfahrzeuges und die Gruppe, die am schnellsten den Funkrufnamen richtig genannt hatte, bekam das Fahrzeug zugeteilt.

Auf dieses erste kleine Spiel folgte ein großes Spiel. Hierbei bekamen die Gruppen einen Auftragszettel, auf dem die Funkrufnamen der eigenen Gruppe und der Führungspersonen standen. Zusätzlich stand noch eine Zahl auf dem Zettel. Diese musste zu einem Auftragsergebnis entweder hinzugefügt oder abgezogen werden. Per Funkruf bekamen die Gruppen einen Einsatzauftrag erteilt. So musste die eine Gruppe die Verkehrsschilder eines Rollwagens zählen und die Zahl auf dem Zettel hinzugefügt oder abziehen. Das daraus entstandene Ergebnis musste per Funk an die Führungsperson gefunkt werden. So sah dann der komplette Auftrag mit Ergebnis aus (F = Führungsperson, T = Trupp):

(F): Florentine Asperg 44-1 von Florentine Asperg 11 kommen.

(T): Hier Florentine Asperg 44-1 kommen.

(F): Neuer Einsatzauftrag für Sie. Zählen Sie die Verkehrsschilder des Rollwagens in der Fahrzeughalle kommen.

(T): Verkehrsschilder des Rollwagens in der Fahrzeughalle zählen. So richtig, kommen.

(F): So richtig, Ende.

(T): Florentine Asperg 11 von Florentine Asperg 44-1 kommen.

(F): Hier Florentine Asperg 11 kommen.

(T): Das Ergebnis der Verkehrsschilder beträgt mit Abzug 3 kommen.

(F): Das Ergebnis beträgt 3, so richtig, kommen.

(T): So richtig, Ende.

Bei einem Funkruf wird immer als erstes der Trupp genannt, mit dem gefunkt werden möchte (im Beispiel: Florentine Asperg 44-1). Damit der angefunkte Trupp weiß, wer mit ihm sprechen möchte, kommt als nächstes der eigene Funkrufname (Beispiel: Florentine Asperg 11). Zum Schluss des Spruches wird das Wort „Kommen“ hinzugefügt, dass der angesprochene Trupp weiß, er soll jetzt reden. Damit der Funker weiß, dass der angefunkte Trupp den Funkspruch gehört hatte, antwortet dieser mit seinem Funkrufnamen und dem „Kommen“ (Beispiel: Hier Florentine Asperg 44-1 kommen). Jetzt kann die erste Person durchfunken, was sie der Person mitteilen möchte (Beispiel: Neuer Arbeitsauftrag…). Um sicher zu gehen, dass der Trupp seinen Auftrag richtig verstanden hat, wiederholt er dies möglichst gleich (Beispiel: Verkehrsschilder des Rollwagens…). Dabei fragt er noch, ob er den Auftrag richtig verstanden hat mit den Worten „So richtig“. Jetzt kann der gegebenenfalls nochmals der Auftrag wiederholt werden, falls dieser Falsch durchgegeben wurde oder wie hier in diesem Beispiel mit „So richtig“ antworten. Das „Ende“ wurde hinzugefügt um dem Trupp zu sagen, dass das Gespräch beendet ist. Jetzt können auch andere Personen mit einander funken. Für das Ergebnis musste der Trupp die Führungsperson anfunken (Beispiel: Florentine Asperg 11 von…). Hier wiederholt sich jetzt der komplette Ablauf, nur dass jetzt der Trupp angefangen hat mit dem Funkspruch und das Gespräch beendet.

Jeder Gruppe wurde ein Auftrag immer zu gefunkt. Sobald das Ergebnis bei der Führungsperson angekommen ist, wurde der Gruppe kurz darauf wieder ein neuer Auftrag gestellt. Nach dem die Aufgaben alle abgearbeitet waren, wurde das Funkspiel beendet. Im Anschluss wurden die gravierendsten Fehler besprochen und aufgetauchte Fragen geklärt. Die Schwierigkeiten beim Funken sind die Reihenfolge des Funkspruches einzuhalten und viele Informationen in wenige aussagekräftige Stichworte zu packen.

Zum Schluss trafen sich beiden Gruppen im Übungshof. Stolz wurde aus der Gruppe Löschangriff das Ergebnis des Tages den älteren präsentiert, die sich die letzte Übung der jüngeren genau ansah. Nachdem die jüngeren ihre Übung beendet hatten, zeigten die älteren den jüngeren ihr Können. So konnten die jüngeren ganz nebenbei den einen oder anderen Übungsablauf sich besser merken.

Das Ziel des Tages war dies, dass bei der nächsten Übung die älteren Jugendlichen bei einem Löschangriff die Truppführer sind und die jüngeren und neueren Jugendlichen die Truppmänner sind. Denn so können die jüngeren von den älteren den Übungsablauf am besten lernen und auch den ein oder anderen Tipp erfahren.

Letzte Einsätze

Wir suchen Dich

Suche

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok