Für ein altes Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 aus dem Jahre 1977 muss ebenfalls im nächsten Jahr Ersatz beschafft werden. Bedingt durch die Sanierung im innerstädtischen Bereich wurde 2004 ein neues Feuerwehrgerätehaus notwendig.
Dicke Brocken für die Pflichtaufgabe der Feuerwehr einer Kommune innerhalb kürzester Zeit.
Da war der Wunsch der Feuerwehr nach einem weiteren Fahrzeug GW-L1 (Gerätewagen Logistik) natürlich äußerst schwierig. Dass aber ein solches Fahrzeug gerade zu Zeiten des sich ändernden Klimas – auch gerade bei uns – seine Berechtigung hat, zeigen die Launen der Natur. Obwohl nicht an einem Fluss gelegen, sind Überflutungen nach heftigen Gewitterregen immer wieder an der Tagesordnung. Heftige Sturmböen, Hagel, Unwetter usw. fordern dann schnelle Hilfe an allen Ecken und Enden. Zusätzlich soll dieses Fahrzeug die Asperger Wehr unterstützen, wenn sie in dem vom Regierungspräsidium neu aufgestellten Autobahnalarmplan zukünftig einen Autobahnabschnitt mit zu betreuen hat.
Ins Auge gefasst wurde ein gebrauchtes Fahrzeug vom Typ Daimler-Benz, Typ Atego, mit Kofferaufbau und Ladebordwand. Die lange Suche nach einem geeigneten Fahrzeug wurde letztendlich von Erfolg gekrönt. Geschätzte Kosten des Fahrzeuges mit Lackierung, Ausrüstung und Umbau lagen bei ca. 35.000 – 40.000 Euro. Aber woher das Geld nehmen?
Die Feuerwehr wusste sich in einem solchen Fall selbst zu helfen. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage machten sich einige Feuerwehrleute auf den langen Marsch zu Asperger Firmen und Handwerkern, um dort Spenden zur Finanzierung des Fahrzeuges zu erbitten. Nach vielen Gesprächen und Besuchen hatte man nahezu überall offene Ohren für den Wunsch der Feuerwehr gefunden. Und so kam der erforderliche Betrag zustande. Die Feuerwehr selbst hat in etwa 450 freiwilligen Arbeitsstunden selbst Hand angelegt, um dann endlich und ohne Beanstandung mit diesem Fahrzeug durch den TÜV zu kommen.
Die Feuerwehr ist dadurch noch besser für viele Eventualitäten gerüstet.
Diese Aktion ist ein Musterbeispiel an Bürgersinn und Eigeninitiative ehrenamtlich Tätiger und letzten Endes ist der städtische Haushalt – gerade in dieser Krisenzeit – nicht zusätzlich belastet worden.
Ein ganz großer Dank gebührt allen, die an dieser wohl einmaligen Aktion beteiligt waren.
Den Spendern gebührt ein ganz besonderes Dankeschön, den Initiatoren und den Feuerwehrleuten, die an dieser beispielhaften Aktion beteiligt waren. Hier gilt ganz einfach: nicht immer nur fordern sondern auch handeln …geht nicht, gibt´s nicht!
Ulrich Storer
Bürgermeister

